1993 – 2000

Expansion in den neuen Bundesländern und Berlin

Potsdamer Platz Berlin
Potsdamer Platz Berlin

Mit der deutschen Wiedervereinigung eröffneten sich auch für die ECE ganz neue Perspektiven. Während die ersten Entwickler schon kurze Zeit nach dem Fall der Mauer in den neuen Bundesländern Einkaufszentren auf der „grünen Wiese“ errichteten, verfolgte die ECE eine nachhaltige Strategie mit durchdachten Standortkonzepten.

Die ECE widerstand der Versuchung, unter kurzfristigen Aspekten stadtfeindliche Billigobjekte hochzuziehen. Vermieter und Centermanager reisten stattdessen in alle größeren Städte und verschafften sich vor Ort einen Überblick über die geeigneten Standorte. Ziel war es, den Aufbau Ost voranzutreiben – mit Konzepten, die sowohl unter wirtschaftlichen als auch unter städtebaulichen Aspekten richtungweisend waren und bis heute sind.

Als erste ECE-Shopping-Galerie in den neuen Bundesländern eröffnete am 29. September 1994 das Oder-Center in Schwedt. Weitere Einkaufsgalerien folgten u. a. in Hoyerswerda (1995), Dessau (1995), Leipzig (1996), Potsdam (1996), Neubrandenburg (1998), Schwerin (1998), Magdeburg (1998), Erfurt (2000), Bautzen (2000) und Plauen (2001).

Mit der Umgestaltung des Hauptbahnhofs in Leipzig (1997) erschloss die ECE in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn zugleich ein neues Erfolgskonzept: eine moderne und kundenfreundliche Verkehrsstation mit integriertem Handels- und Dienstleistungszentrum. Als Pilotprojekt der Bahnhofsrevitalisierung gilt der mit Architekturpreisen ausgezeichnete Leipziger Hauptbahnhof als einer der schönsten Bahnhöfe der Welt.

Ein besonderes Zeichen für das Zusammenwachsen von Ost und West war die Realisierung des DaimlerChrysler-Projekts am Potsdamer Platz in Berlin: Am 2. Oktober 1998 eröffneten dort die Potsdamer Platz Arkaden. Die ECE hatte die Einzelhandelsarchitektur zusammen mit dem Architekten Renzo Piano entworfen, und sie trägt bis heute die Verantwortung für die Vermietung und das Centermanagement.

In enger Abstimmung mit dem Berliner Senat engagierte sich die ECE auch über den Potsdamer Platz hinaus für die Entwicklung des Einzelhandels in den Stadtteilen der Bundeshauptstadt: Zunächst entstand das Allee-Center in Berlin-Hohenschönhausen (1994). Es folgten Projekte wie das Ring-Center (1995), das Linden-Center (1995) und das Gesundbrunnen-Center (1997).

Auch außerhalb des Shopping-Center-Bereichs war die ECE weiter aktiv und realisierte mit dem Deutsch-Japanischen Zentrum in Hamburg (1995) und dem Atrium Friedrichstraße in Berlin (1997) zwei weitere Bürohäuser. Im Logistikbereich wurden die Warenverteilzentren in Ohrdruf (Thüringen/1993) und Haldensleben (Sachsen-Anhalt/1993) fertiggestellt. Und für Studio Hamburg baute die ECE die Film- und Fernsehproduktionsstätte in Hamburg-Tonndorf weiter aus (1995).