Revitalisierung und Modernisierung

Revitalisierung

Rund die Hälfte aller Einkaufszentren in Deutschland ist dringend revitalisierungsbedürftig. Dabei geht es nicht allein um einen neuen Fassadenanstrich, sondern um eine komplette Neuausrichtung der Handelsimmobilie. Die Gründe für verschleppte Modernisierungen sind vielschichtig und reichen vom geringen Bewusstsein für den Revitalisierungsbedarf über komplizierte Eigentümerstrukturen, knappe finanzielle Mittel bis hin zum fehlendem Know-how. Wer zu spät reagiert, gerät rasch in eine Abwärtsspirale aus Besucherschwund, Umsatzrückgang, Leerstand und Wertverlust der gesamten Immobilie – was häufig auch mit negativen Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Nachbarschaft verbunden ist.

Doch auch bei jüngeren Einkaufszentren läuft es oftmals nicht rund. Die häufigsten Mängel sind schlechte Grundrisse, falsche Platzierungen der Ankermieter sowie ein nicht maßgeschneiderter Branchen- und Mietermix. Eine große Anzahl der notleidenden Center ist schlicht nicht groß genug – deshalb entfalten sie keine ausreichende Anziehungskraft. Manche haben zu viele Geschosse, viele Center floppen auch aufgrund von Managementfehlern.

Stetige Modernisierung und Flexibilität für nachhaltigen Erfolg

Kontinuierliche Modernisierungen, Anpassungen und Erweiterungen von Einkaufszentren gehören für erfahrene Shopping-Center-Betreiber zum Tagesgeschäft. Denn nur wer seine Center immer auf dem neuesten Stand hält, wird nachhaltig erfolgreich sein. Noch wichtiger als aktuelle Trends ist für die Centerplanung die Flexibilität, immer wieder auf neue Entwicklungen im Handel reagieren zu können. Ein einfaches Prinzip, das jedoch vielfach nicht beachtet wird.

Wie die Revitalisierung eines nicht mehr marktgerechten Shopping-Centers funktionieren kann, zeigt die „Hamburger Meile“ in Hamburg. Nach einer jahrelangen Abwärtsentwicklung investierte die ECE in einem Joint Venture rund 200 Millionen Euro in den Kauf und die Runderneuerung des seit 1970 bestehenden Einkaufszentrums „Hamburger Straße“, dessen Flächen zu 60 Prozent leer standen. Es folgte daher die Rundumerneuerung:

  • Der Branchenmix erhielt eine komplett neue Ausrichtung – auf ein junges, trendbewusstes Publikum
  • Die über 600 Meter lange Mall wurde gestalterisch in unterschiedliche Themenbereiche wie „Kiez“, „Hafen“ und „Sport“ gegliedert
  • Gastronomischer Anziehungspunkt ist der neue Food-Court mit mehr als 360 Sitzplätzen – der einzige dieser Art in ganz Hamburg.

Das Ergebnis: Seit der Neueröffnung 2010 steigen die Umsätze und Frequenzen stetig, die Hamburger Meile ist wieder zu einem lebendigen Teil Barmbeks geworden.

Hamburger Meile